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Fernando Molica, Krieg in Mirandao, Krimi aus Rio, Nautilus Verlag 2006, 188 S., Euro 13,90

Geboren 1961 in Rio de Janeiro, arbeitet Molica hier als TV-Reporter. Seine Erfahrungen aus der Branche bilden die Grundlage dieses absolut empfehlenswerten, zugleich fiktiven und realistischen Krimis, der eigentlich auch nicht ein Krimi, sondern eine Reportage ist: über Rio, über das Leben in Favelas, über NGOs und Priester, Polizei und Korruption, über den durchaus realistischen, aber gescheiterten Versuch einer Revolution – in Kooperation mit dem Drogenboss der Favela. Der Reporter ist dabei eher ein roter Faden denn ein Krimi-Held, der den politischen Hintergrund liefert und den Glauben aufrecht hält, dass es doch noch Menschen gibt, die Wege zur Verbesserung der Lebensbedingungen suchen – im Kampf gegen die immer mächtigen institutionellen Kräfte.

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